[DE] Datenpanne, das kann uns nie passieren

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So sah die Zukunft vor 30 Jahren aus:

(Direktdatenpanne)

Imminent death of cash money predicted

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Date of prediction: 2012-01-24

eBay CEO John Donahoe believes that by now, he will have replaced his wallet with some unspecified mobile payment solution (quote in German):

»Mobile Zahlungssysteme werden nach Einschätzung von Ebay-Chef John Donahoe in absehbarer Zeit das herkömmliche Bezahlen mit Bargeld ablösen. “Ich trage eine Geldbörse mit mir, mein Vater hatte eine, mein Großvater auch. In zwei Jahren wird die verschwunden sein”, sagte der Chef der Online-Handelsplattform am Dienstag auf der Internet-Konferenz DLD in München.«

(Heise Online: Ebay-Chef: Geldbörse in zwei Jahren obsolet)

[DE] Richtung 2000 – Vorschau auf die Welt von morgen

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Zeitpunkt der Vorhersage: 1972

Eine Sendung des ZDF stellte sich 1972 die Zukunft im Jahr 2000 vor:

Normfrühstück, Antidepressiva, Kunstherzen, Teleshopping, Fernsehtelefon, Kontaktverlust durch elektronische Kommunikation, rollender Bürgersteig, (beinahe) Todesstrafe für Umweltverschmutzung, Einschienenzeppelin, elektrisches Stadtauto – zu mieten per Münzeinwurf

Personentransportbänder, Daten-Banken, Lochkartencomputer, Lernmaschinen, Rente mit 50, Rauchen im Rechenzentrum

Manipulation unserer Freizeit durch eine ausgeklügelte Freizeitindustrie

(Teil 1, Teil 2, Teil 3)

De-Mail will become a huge success

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Date of prediction: 2012-08-23

Deutsche Telekom board member Niek Jan van Damme predicts that the De-Mail service launched on 31 August 2012 will quickly turn into a huge success. De-Mail is a new e-mail system which allows its users to pay 0.39€ per message  in order to be protected from communicating with anybody outside. Specifically, van Damme predicts:

»Mit 1,5 Millionen vorregistrierten Privatkunden und einer fünfstelligen Zahl von Unternehmen zeichne sich eine Erfolgsgeschichte ab. Im ersten Jahr soll De-Mail nach den Berechnungen der Telekom 29 Prozent der Geschäftsbriefe und 39% des Faxverkehrs ersetzen und damit bereits 77% der CO2-Emissionen und 3,5 Milliarden Blatt Papier einsparen, die die klassische Post produziert. Als Umsatzerwartung für das erste Jahr peilt die Telekom nach van Damme einen “dreistelligen Millionenbetrag” an.«

(Heise: Deutsche Telekom: De-Mail geht zur IFA in Betrieb | heise online)

[Translation: »With 1.5 million preregistered individuals and a five-digit number of businesses interested, success is imminent. According to calculations of Telekom, De-Mail will replace in its first year 29 percent of business mail and 39% of fax traffic, saving 77% CO2 emissions and 3.5 million sheets of paper that old-fashioned mail would produce. Telekom expects hundreds of millions in turnover during the first year.«]

We wish Deutsche Telekom good luck and will revisit these predictions in due time.

Update (2014-02-08): De-Mail: Locken, drohen, täuschen

(German) Rosenmontag in Großburgwedel

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Zeitpunkt der Voraussage: 2012-02-18

Udo Vetter prognostiziert, dass sich die Causa Wulff wie folgt entwickeln werde:

Vielmehr steht Christian Wulff eine Durchsuchung ins Haus. Die Ermittler werden spätestens am Rosenmontag an seinem Einfamilienhaus in Großburgwedel schellen, und mit einiger Sicherheit auch an seinem früheren Amtssitz und der Dienstwohnung in Berlin. Das wird, wie üblich, ziemlich früh morgens passieren. Die Ermittler werden Christian Wulff einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Hannover präsentieren, der die Beschlagnahme von Beweismitteln in den bekannten Fällen anordnet.

(law blog: Rosenmontag in Großburgwedel)

Wettervorhersagen bis übermorgen funktionieren ja recht gut. Ob es hier auch so ist, werden wir sehen.

(German) Der Winter fällt aus!

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Zeitpunkt der Vorhersage: 2012-01-04 / 2012-01-18

Die Sueddeutsche und andere zitieren einen vom DWD, der es eigentlich besser wissen müsste, was die Haltbarkeit von Wetterprognosen angeht:

“Einen klassischen Hochwinter, so wie wir ihn kennen, wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr nicht geben”, sagt der Agrarmeteorologe Falk Böttcher vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. Anstelle “knackiger Minustemperaturen und längerer Schneeperioden” seien in den kommenden Wochen milde Temperaturen über dem Gefrierpunkt sowie Regen zu erwarten.

Grund für diese Annahme ist für den Meteorologen das Wetter der vergangenen Tage. “In der Regel ist der Jahresbeginn wegweisend für den weiteren Verlauf des Winters. Wenn in der ersten Januarhälfte kein Winter herrscht, war es das für den Rest”, sagt Böttcher.

(sueddeutsche.de: Der Winter fällt aus)

Zwei Wochen später weiß Spiegel Online von Wissenschaftlern zu berichten, die Bauernregeln untermauern können:

Doch nun wagen die Klimaforscher Hans Graf von der University of Cambridge und Davide Zanchettin vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg den Tabubruch: Ihre Studie erlaubt erstmals Wetterprognosen für Mitteleuropa für den gesamten Winter. Sie haben eine Faustregel aufgestellt, mit der sich Monate im Voraus prognostizieren lässt, ob der Winter kalt oder mild wird.
(…)
Für den aktuellen Winter scheinen die Forscher recht zu behalten: “Nach einer massiven Abkühlung sieht es derzeit nicht aus”, sagt Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. Nach ein paar Kältetagen hin und wieder dürften bald wieder milde Westwinde die Oberhand gewinnen – schließlich hat die pazifische Wetterküche den europäischen Winter dieses Jahr auf “mild” programmiert.

(Spiegel Online: Einfache Regel erlaubt Winterprognose)

Wieviele scheißkalte Tagen brauchen wir für den FAIL-Stempel?

Seriösere Prognosen sehen übrigens so aus:

Im Feber liegt die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen bei rund 50% und bestätigt somit den Trend der letzten Saisonprognose. In zumindest 3 von 10 Fällen ist aber auch mit unterdurchschnittlichen Temperaturen zu rechnen. Dieses Szenario ist dann zu erwarten, falls Österreich in den Einflussbereich eines Hochdruckgebietes über Nordosteuropa gelangt, welches sich Ende Jänner 2012 dort aufbaut und kalte Luft in den Alpenraum transportieren könnte. Die restlichen etwa 20% entfallen auf den Durchschnitt entsprechende Temperaturen.

(ZAMG: Saisonprognose Feber 2011 bis April 2012)

Genau dafür hat man Wahrscheinlichkeiten erfunden, um die Ungewissheiten in einer Prognose auszudrücken. Seriöse Vorhersagen bzw. seriöse Berichte über Vorhersagen erkennt man folglich daran, dass sie dieses Mittel auch benutzen und das gesamte Spektrum möglicher Zukünfte betrachten. Weniger seriöse Prognosen stützen sich auch auf Wahrscheinlichkeiten, benutzen sie aber als Grundlage einer Glücksspielstrategie: vorhergesagt wird, was die höchste Wahrscheinlichkeit hat. Wenn’s klappt, ist man der King.